FAQ
Häufige Fragen zur Cyberversicherung
Klare Antworten zu Deckung, Online-Shops und Beratung — ohne Fachchinesisch und ohne Panikmache. Individuelle Empfehlungen ersetzen diese Übersicht nicht.
Grundlagen
Was ist eine Cyberversicherung?
Eine Cyberversicherung sichert finanzielle Folgen digitaler Vorfälle ab — etwa Hackerangriffe, Ransomware, Datenpannen oder Ausfälle kritischer IT-Systeme infolge eines Cybervorfalls. Typisch sind Eigenschäden (Forensik, Wiederherstellung), Betriebsunterbrechung und Haftung gegenüber Dritten inklusive Datenschutzfolgen. Sie ersetzt keine IT-Sicherheit, sondern ergänzt sie im Ernstfall.
Nicht gemeint sind klassische Stromausfälle, allgemeine Infrastrukturstörungen oder rein physische Betriebsunterbrechungen — dafür greift diese Police in der Regel nicht.
Brauchen kleine Online-Shops und KMU eine Cyberversicherung?
Oft besonders. KMU und Shops sind häufige Ziele automatisierter Angriffe. Wenn Umsatz, Kundendaten oder Bestellprozesse digital hängen, kann ein Ausfall oder Datenleck schnell teuer werden — unabhängig davon, ob Sie eine eigene IT-Abteilung haben.
Gibt es eine Pflicht zur Cyberversicherung?
Für die meisten KMU und Online-Shops gibt es keine allgemeine gesetzliche Pflicht zum Abschluss. In der Praxis verlangen Geschäftspartner, Plattformen oder Ausschreibungen zunehmend Nachweis von Cyberschutz — und die DSGVO verlangt ohnehin angemessene technische und organisatorische Maßnahmen. Die Police ist dann oft der finanzielle Baustein dazu.
Für größere Unternehmen, besonders wichtige Einrichtungen und kritische Infrastruktur gelten zusätzliche EU-Vorgaben — insbesondere NIS2, die CER-Richtlinie (Resilienz kritischer Einrichtungen) und im Finanzsektor DORA. Sie regeln Sicherheits- und Meldepflichten; eine Cyberversicherung ist trotzdem meist kein gesetzlicher Zwang, kann die finanziellen Folgen eines Vorfalls aber spürbar abfedern.
Ersetzt eine Cyberversicherung IT-Sicherheit?
Nein. Gute Absicherung und gute Technik gehören zusammen. Versicherer erwarten oft Mindeststandards; im Schadenfall zählt beides: wie Sie vorsorgen — und wie der Vertrag greift.
Reicht die Betriebshaftpflicht für Cyberrisiken?
In der Regel nein. Sie deckt typischerweise Personen- und Sachschäden — nicht IT-Forensik, Datenwiederherstellung oder viele digitale Betriebsunterbrechungs- und Datenschutzfolgen. Dafür ist eine Cyberversicherung gedacht: für Betriebsunterbrechung und Datenschutzfolgen nach digitalen Angriffen von außen und vergleichbaren Cybervorfällen — nicht für klassische Betriebsrisiken und nicht als Absicherung eigener Organisations- oder Sorgfaltspflichtverletzungen.
Leistungsumfang
Welche drei Bausteine sollten enthalten sein?
Eigenschäden inklusive Forensik und Wiederherstellung, Betriebsunterbrechung (Ertragsausfall und Mehrkosten) sowie Haftung gegenüber Dritten (z. B. Ansprüche aus Datenschutzverletzungen) — soweit im Tarif vorgesehen. Den genauen Umfang prüfen wir tarifbezogen — diese drei Bereiche sollten aber immer im Blick sein.
Was bedeutet Betriebsunterbrechung — und warum ist die Wartezeit wichtig?
Fällt der Betrieb nach einem Cybervorfall aus, können entgangener Gewinn und fortlaufende Kosten versichert sein. Viele Tarife haben eine Wartezeit (zeitlicher Selbstbehalt), oft im Bereich mehrerer Stunden. Für Online-Shops können schon kurze Ausfälle spürbar sein — deshalb lohnt der genaue Blick in den Vertrag.
Sind Ransomware und Lösegeld mitversichert?
Viele Cyber-Tarife adressieren Erpressung und Folgekosten — Umfang und Bedingungen unterscheiden sich stark. Entscheidend sind oft Forensik, Wiederherstellung und Betriebsunterbrechung; ob und unter welchen Voraussetzungen Zahlungen übernommen werden, ist tarif- und einzelfallabhängig. Das klären wir vor dem Abschluss. Ausführlicher: Ransomware im Online-Shop.
Was ist mit Datenschutz und Meldepflichten (DSGVO)?
Bei Datenpannen entstehen oft Kosten für Anwalt, Behördenmeldungen, Betroffeneninformation und Krisenkommunikation. Gute Cyber-Tarife können solche Bausteine enthalten — nicht jede Police im gleichen Umfang. Für Shops mit Kundendaten ist das ein zentrales Feld.
Behördenbußgelder sind in der Regel ausgeschlossen oder stark eingeschränkt — nicht aus mangelnder Kulanz, sondern aus gutem Grund: Das sogenannte Sanktionsprinzip soll verhindern, dass gesetzliche Strafen und Bußgelder wegen eigener Pflichtverletzung durch eine Versicherung wirkungslos werden. Die Police kann Sie dennoch bei den oft hohen Kosten rund um den Vorfall entlasten. Im Beratungsgespräch machen wir transparent, was Ihr Tarif hier leistet.
Welche IT-Mindeststandards erwarten Versicherer?
Häufig unter anderem Multi-Faktor-Authentifizierung, aktuelle Patches, regelmäßige Backups und ein nachvollziehbares Berechtigungskonzept. Fehlen Obliegenheiten im Schadenfall, kann die Leistung gekürzt oder verweigert werden. Deshalb gehört die IT-Lage zur Beratung — nicht nur der Tarifvergleich.
Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
An dem Schaden, der realistisch existenzbedrohend wäre: Ausfalltage, Wiederherstellung, Haftung und Krisenkosten. Faustformeln helfen nur grob; entscheidend sind Ihr Umsatzmodell und Ihre digitale Abhängigkeit. Dafür ist die Bedarfsaufnahme da.
Was kostet eine Cyberversicherung?
Das hängt von Umsatz, Branche, IT-Abhängigkeit, Sicherheitsniveau und gewünschter Summe ab. Pauschale Online-Preise sagen wenig über den tatsächlichen Schutz aus. Wir ordnen Beitrag und Leistung im Beratungsgespräch ein — transparent und ohne Automatenabschluss. Zur Schadenlogik: Was kostet ein Cyber-Ausfall im Online-Shop?
Online-Shops & digitale Modelle
Haftet mein Hosting-, Shopify- oder Shopware-Anbieter?
Oft nur eng begrenzt. Umsatzausfall, Kundendaten und Wiederaufbau liegen häufig beim Händler — auch wenn der Angriff über Plugin, App oder Konfiguration lief. Plattform-Sicherheit ist hilfreich, ersetzt aber keine eigene Deckung.
Was trifft Online-Shops besonders?
Betriebsunterbrechung (kein Checkout = kein Umsatz), Kundendaten und Payment sowie Abhängigkeiten von Hosting, Plugins und Dienstleistern. Peak-Season verstärkt jeden Ausfall. Mehr dazu auf unserer E-Commerce-Seite und im Schadenrechner.
Wann sollte ich die Deckung prüfen?
Sobald Shop oder digitales Geschäft läuft und Daten oder Umsatz am Netz hängen — spätestens vor Peak-Season, nach spürbarem Wachstum oder bei Wechsel von Plattform, Payment oder Hosting.
Warum keine Cyberversicherung nur per Online-Abschluss?
Leistungen, Ausschlüsse und Wartezeiten unterscheiden sich erheblich. Ein reiner Klick-Abschluss kann zu Lücken führen, die erst im Schaden auffallen. Beratung schafft Klarheit vorher — besonders bei digitalen Geschäftsmodellen.
Beratung bei Koverso
Wie läuft die Beratung ab?
In drei Schritten: Anfrage, Analyse, Empfehlung. Sie schildern kurz Ihr Anliegen, wir klären Risiko und Bedarf, vergleichen passende Tarife und begleiten bei Interesse die Policierung. Details auf der Seite Ablauf.
Was brauchen wir von Ihnen für eine erste Einschätzung?
Branche bzw. Geschäftsmodell, Shop-System falls vorhanden, Umsatzgröße (exakt) und ob bereits eine IT- oder Cyberdeckung besteht. Beim Klick auf die E-Mail-Adresse öffnet sich eine kurze Vorlage — Sie müssen kein Formular ausfüllen.
Sind Sie unabhängiger Makler?
Ja. Koverso ist lizenzierter Versicherungsmakler nach § 34d GewO. Wir vermitteln und beraten — ohne Online-Abschluss-Automat und ohne „ein Tarif für alle“.
Für wen ist Koverso gedacht?
Für digitale Geschäftsmodelle — mit E-Commerce als klarer erster Säule. Weitere technische Modelle folgen dort, wo der Bedarf klar ist. Mehr unter Über uns.
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